Ein hervorragender Platz. Ein Stückchen besser als die anderen Golfplätze der Insel, zumindest als die meisten.

Golfklub Son Gual

Der deutsche Unternehmer Andreas Pamer hatte den Traum von Son Gual und der dreimalige deutsche Amateur-Meister und Golfplatz-Designer Thomas Himmel hat ihn realisiert. Himmel startete mit einer "weissen Leinwand" und er hat daraus ein ziemliches Kunstwerk gestaltet. Die 18 Loch, die in zwei Schleifen um das Klubhaus angelegt sind, liegen grosszügig auf den knapp 71 Hektar Golfanlage, und die umfangreiche Bearbeitung des Bodens hat einen natürlich aussehenden, spektakulären Platz geschaffen. Zum Perfektionieren des visuellen Aspekts wurden diverse Seen, ursprünglich zur Unterstützung des Bewässerungssystems vorgesehen, 66 Bunker, 800 neu eingepflanzte Olivenbäume (manche über 1.000 Jahre alt) und eine spezielle Mischung an Wildblumen in den Roughs angelegt. Eine andere Besonderheit, und das wird wortwörtlich Früchte tragen in einigen Jahren, war das Anlegen einiger Weinberge um den Platz herum. Visuell ist dieser Platz beeindruckend - wenn auch ein bisschen beängstigend. Bei einer Einführungstour wirken Sand und Wasserhindernisse etwas überdimensioniert; doch einmal auf dem Golfplatz gespielt, werden Sie feststellen, das die Komposition ausgewogen und fair ist und nicht halb so beängstigend, wie beim ersten Ausblick.

Der erste Abschlag auf Son Gual ist an der höchsten Stelle des Platzes angelegt und bietet einen fantastischen Ausblick als Entschädigung für den einen oder anderen verpassten Fairway und schnell finden Sie Ihren Rhythmus. 15-minütige Start-Intervalle verhindern Wartezeiten am Abschlag und führen trotz diverser Wasserhindernisse speziell an 4 der ersten 9 Loch zu einem reibungslosen Ablauf.

Die beiden Par 5 sind gut erreichbar, wobei bei Loch 4 präzises Spiel aufs Grün vonnöten ist, während Loch 6 leicht dazu verleitet, überambitioniert zu spielen und am Abschlag die falsche Entscheidung zu treffen. Nichtsdestotrotz ist es grosser Spielspass, es bestmöglich zu versuchen. So bleibt es vom Anfang bis zum Ende, die meisten Grüns sind überaus clever angelegt und ermutigen zu einem guten "Shot-making" und es gibt grosszügige, wunderbar präsentierte Vorgrüns, die eine Wahl des Puttings erlauben, anstatt einer erzwungenen Abfolge von eindimensionalen Test-Chips. Mit dem 9. Loch, einem meisterhaft langen Par 3, und mehr Wasser, das es zu überbrücken gilt, sollte eine halbe Stunde für etwas Ruhe, einige Tapas und eventuell einen Drink reserviert werden. Nach der Hälfte des Platzes wartet hier die Klubhaus-Terrasse auf Sie und bietet vom Besten an.

Die letzten 9 Loch sind gleichwertig eindrucksvoll, mit einer interessanten Wegführung und einer Vielzahl an Möglichkeiten, sowohl für die Abschläge, als auch für die Annäherungsschläge. Par 5 und kürzere Par 4 locken und verführen und die Runde führt langsam aber sicher zu einem spannenden Crescendo. Loch 15 - beachten Sie die Grösse des Abschlags - wird vor einem "Palacio" gespielt, der aus dem 1. Weltkrieg datiert. Loch 18, ein Par 5, verlangt höchste Konzentration und ist ein überaus passender Abschluss. Haben Sie das Wasserhinderniss endlich überwunden und sind auf dem Grün, seien Sie nicht überrascht, dass das Finish nicht ganz so einfach kommt, wie erhofft. Von einem Ende zum anderen ist dies ein äusserst anspruchsvolles Abschluss-Loch.

Eine Runde Golf in Son Gual fordert jeden, gibt aber auch allen vollste Befriedigung. Der Platz ist einfach zu laufen, mit dem nächsten Abschlag nie zu weit entfernt. Im Anschluss lädt das Klubhaus ein, sich in Erinnerungen über die denkwürdigsten Spielsituationen zu ergehen oder einfach mal abzuschalten.

Ausschnitte eines Artikels von Mark Townsend und das erste Mal 2008 in "Lady Golfer" veröffentlicht.


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Die Fakten / Golfklub Son Gual

  • Handicap:   Herren 28 / Damen 36
  • Buggies:  40€ (18 Loch), 20€ (9 Loch)
    Leicht hügeliger Platz, jedoch einfach zu laufen. Buggies sind auf den Fairways zugelassen.
  • Trolley:  8€ (18 & 9 Loch)
  • Elektrischer Trolley: 15€ (18 & 9 Loch)
  • Schläger-Vermietung (2016 Callaway): 30€ (18 & 9 Loch)
  • Junior-Preise (0-18):  40€ - 75€ (18 Loch), 30€ - 45€ (9 Loch)
  • Driving Range Gebühr: 20€ - Inklusive 72 Übungsbälle
  • 24 Übungsbälle: 4€